Induktive Disziplin – Warum es die beste ist

Induktive Disziplin – Warum es die beste ist

Der amerikanische Psychologe Martin Hoffman stellte die Theorie auf, dass es drei Arten der Erziehung gibt: Einführung, Machtbehauptung und Liebesentzug. Unter ihnen wurde die induktive Erziehung als die beste angesehen, da sie mit vielen guten Ergebnissen bei Kindern verbunden war. Lass uns herausfinden, was induktive Disziplin ist und wie sie in der Erziehung verwendet wird.

Induktives Denken ist eine Argumentationsmethode, bei der allgemeine Schlussfolgerungen durch Schlussfolgerungen aus einigen Beweisen gezogen werden. Dies steht im Gegensatz zum deduktiven Denken, bei dem auf der Grundlage von Beweisen bestimmte Schlussfolgerungen gezogen werden.

Hier ist ein Beispiel für induktives Denken. Wenn dich jemand schlägt, fühlst du dich verletzt. Wenn dich also jemand anderes schlägt, muss sich diese Person auch verletzt fühlen. Auch wenn du dir nicht absolut sicher bist, dass dies der Fall ist, erlaubt dir die Induktion, mit einiger Sicherheit eine allgemeine Schlussfolgerung zu ziehen.

Was ist induktive Disziplin

Induktive Disziplin ist eine elterliche Disziplinierungsmethode, bei der Argumente (Induktion) verwendet werden, um die Handlungen, Werte und disziplinarischen Ansätze der Eltern zu erklären.

Induktive Erziehung ist ein Erziehungsstil, der mit induktiver Disziplin klare Grenzen setzt, Kinder an die Regeln erinnert und mit ihnen die Gründe für sozial angemessenes Verhalten diskutiert.

Dieser Erziehungsstil führt zu besseren Ergebnissen als der durchsetzungsstarke Erziehungsstil​​.

Autoritative Eltern nutzen oft induktive Disziplin, um Regeln einzuführen, Erwartungen zu setzen und das Verhalten der Kinder zu kontrollieren​​.

Vorteile der induktiven Disziplin

Weniger Verhaltensauffälligkeiten und Straftaten

Es wurde festgestellt, dass Kinder im Schulalter, deren Eltern in der frühen Kindheit ein hohes Maß an induktiver Disziplin anwandten, weniger wahrscheinlich Verhaltensprobleme oder Delinquenz hatten.

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Bessere emotionale Selbstregulation

Induktive Disziplin stützt sich stark auf verbale Kommunikation und ermöglicht es Eltern, als externe Regulatoren kleiner Kinder zu fungieren. Kinder lernen, ihre Emotionen zu regulieren, störendes Verhalten zu hemmen und sich selbst zu regulieren​.

Mehr Empathie und prosoziales Verhalten

Kinder, deren Eltern im Gegensatz zur Machtbehauptungsdisziplin überwiegend induktive Disziplin anwenden, sind prosozialer. Mittels Induktion vermitteln Eltern Kindern ihre Werte und ermöglichen ihnen, gesellschaftliche Konventionen altersgerecht zu verinnerlichen. Diese Kinder entwickeln Empathie, was zu prosozialerem Verhalten führt​.

Bessere Fähigkeiten zum kritischen Denken und höhere schulische Leistungen

Indikatives Denken ist eine der grundlegenden Lernfähigkeiten und von zentraler Bedeutung für das Funktionieren der kindlichen Intelligenz und kognitiven Entwicklung. Die Forschung zeigt, dass die induktive Disziplin stark mit der akademischen Leistung korreliert. Durch die Anwendung induktiver Disziplin können Eltern ihren Kindern helfen, diese Fähigkeit zum kritischen Denken zu üben.

Stärkere moralische Werte und Altruismus

Hoffmans Theorie legt nahe, dass Eltern, die induktive Disziplin anwenden, Kinder dazu ermutigen, sich darauf zu konzentrieren, die Gründe für die Handlungen ihrer Eltern zu lernen. Sie erklären den Kindern, wie sich Verhalten auf andere auswirken kann.

Alles, was wir tun, kann natürliche Folgen und Einflüsse auf das Leben anderer Menschen haben. Diese Kinder können sich entwickeln und die Bedürfnisse anderer Menschen berücksichtigen. Sie haben stärkere moralische Werte und sind altruistischer​​.

Wie man induktive Disziplin in der Erziehung anwendet

1. Verwende Gründe

Die Essenz der induktiven Disziplintechniken ist das Argumentieren. Konzentriere dich bei der Disziplinierung auf den Grund, warum diese Handlung unangemessen ist und wie sie sich auf andere auswirken kann, anstatt sich auf das Fehlverhalten selbst zu konzentrieren.

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2. Beginne früh

Studien haben ergeben, dass Kinder im Alter von 18 Monaten anfangen können, logisches Denken zu verstehen. Auch wenn sie es zunächst nicht „verstehen“ zu scheinen, versuche es weiter. Wie alle neuen Fähigkeiten erfordert es Übung.

3. Verwende Disziplin, um zu lehren, nicht um zu bestrafen

Kenne den Unterschied zwischen Disziplin und Bestrafung – Disziplin bedeutet „lehren“, nicht „bestrafen“. Lehren und Lernen sind Prozesse, nicht Ergebnisse. Gib Kindern die Möglichkeit zu üben und zu scheitern. Wenn Kinder Fehler machen, hilf ihnen zu verstehen, warum dies passiert und wie sie es verhindern können.