Der Rat eines Psychologen für Eltern: Diese 3 Dinge zu tun kann dir helfen, freundlichere, sozial bewusstere Kinder zu erziehen

Der Rat eines Psychologen für Eltern: Diese 3 Dinge zu tun kann dir helfen, freundlichere, sozial bewusstere Kinder zu erziehen

Mit Masken, Fernunterricht und begrenzten sozialen Interaktionen hat die Pandemie sicherlich die Art und Weise verändert, wie wir unsere Kinder erziehen – was Eltern einige Bedenken bereitet.

Eines der größten Bedenken hat mit ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung zu tun. Werden sie nach der Pandemie Schwierigkeiten haben, mit anderen Kindern (und Menschen im Allgemeinen) in Beziehung zu treten und mit ihnen zu interagieren? Werden sie freundlich und mitfühlend oder verschlossen und asozial sein?

Aber ärgere dich nicht zu sehr darüber, was deine Kinder gerade verpassen, denn es gibt Möglichkeiten, ihr soziales Bewusstsein während der Pandemie zu stärken.

Hier sind drei wissenschaftlich fundierte Aktivitäten, die ich empfehle:

1. Gemeinsam Musik machen

Ein gewisses Verständnis für Musik, egal wie alt dein Kind ist, kann sich positiv auf seine sozialen Fähigkeiten auswirken.

Eine Studie aus dem Jahr 2010 ergab, dass kleine Kinder, die mit anderen Kindern eher Musik als Spiele spielten, später im Leben einem anderen Kind eher helfen würden.

In dem Experiment boten nur vier von 24 Kindern, die mit anderen Kindern spielten, an, einem Freund zu helfen, ein kaputtes Spielzeug zu reparieren. Aber 13 von 24 Kindern, die als Gruppe Musik machten, boten ihre helfende Hand an.

„In traditionellen Kulturen“, erklärten die Forscher, „sind Musizieren und Tanzen oft integrale Bestandteile wichtiger Gruppenzeremonien (z. B. Initiationsriten, Hochzeiten, Vorbereitungen für den Kampf). Letztendlich steigert das das prosoziale Verhalten in der Gruppe und die Zusammenarbeit.“

Es macht Sinn: Musiker koordinieren sich, teilen emotionale Erlebnisse, bewegen sich gemeinsam und machen synchrone Klänge. Das gemeinsame Machen von Musik in einer Gruppe erfordert, dass alle Beteiligten sich der anderen bewusst sind.

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2. Konzentriere dich auf Ähnlichkeiten, nicht auf Unterschiede zu anderen

Sprich mit deinem Kind darüber, was es mit seinen Freunden, seiner Familie, seinen Nachbarn und Klassenkameraden gemeinsam hat – und nicht darüber, was anders ist.

Du kannst zum Beispiel auf Hobbys hinweisen, die dein Kind mag und die ein anderer Schüler hat, oder auf Lieblingsbücher zur Gute-Nacht-Zeit, die jeder in der Familie einmal geliebt hat.

Die Fokussierung auf Gemeinsamkeiten und gemeinsame Gruppenerfahrungen ist das effektivste Mittel, das Wissenschaftler getestet haben, um das Verpflichtungsgefühl der Menschen gegenüber anderen und ihre soziale Sensibilität zu steigern.

Darüber hinaus kann das Sprechen über Ähnlichkeiten das Gefühl verstärken, dass wir Teil eines gemeinsamen Kollektivs sind, und dieses Gefühl des Kollektivismus kann sowohl die Großzügigkeit als auch das Selbstbewusstsein stärken.

3. Frage sie, was ihnen wichtig ist

Lade dein Kind ein, über die Werte zu sprechen, die ihm am wichtigsten sind. Welche Eigenschaften zählen am meisten zu ihrer Persönlichkeit?

Vielleicht betrifft es ihre sportlichen oder künstlerischen Fähigkeiten oder ihren Sinn für Humor. Unterhaltet euch darüber, warum diese Dinge wichtige Aspekte ihres Lebens sind. Und höre ihre Antworten an, ohne zu urteilen.

Ein internationales Team von Psychologen testete die Auswirkungen auf die sozialen Fähigkeiten von Teenagern, wenn sie diese Fragen durchdenken.

Sie baten alle Schüler in einem Klassenzimmer, anzugeben, welche ihrer Mitschüler einen anderen Schüler getreten, geschlagen oder gemeine Dinge über ihn gesagt, Lügen verbreitet oder andere ausgegrenzt haben.

Die Teenager, die am häufigsten von Gleichaltrigen genannt wurden, waren diejenigen, die ein chronisch niedrigeres Selbstwertgefühl und eine berechtigte Selbstansicht hatten.

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Nachdem sie jedoch über die Werte nachgedacht hatten, die sie für am wichtigsten hielten, ließ die Aggressivität der Jugendlichen nach. Selbst bei den anspruchsberechtigen Teenagern ging das Mobbing sogar eine Woche nach dem Nachdenken über ihre Werte um 75 % zurück.

Die Forscher erklärten, dass Erinnerungen an wichtige Werte Teenager vor Bedrohungen ihres Selbstwertgefühls schützen, die sie sonst dazu bringen könnten, gegen andere zu schlagen.