6 Montessori-Erziehungsgewohnheiten, die man jeden Tag üben kann

6 Montessori-Erziehungsgewohnheiten, die man jeden Tag üben kann

Die Montessori-Philosophie zu Hause mit Kindern zu leben, kann entmutigend erscheinen. Schließlich werden Pädagogen in diesem Lehrplan speziell geschult, sodass du dich vielleicht fragst: „Wie könnte ich diese Philosophie zu Hause anwenden, wenn ich keinen speziellen Abschluss habe?“

Es stimmt zwar, dass Pädagogen ein abgerundetes und vollständiges Verständnis der Pädagogik haben müssen, um ein Klassenzimmer zu leiten, aber es gibt einige Dinge, die man zu Hause tun kann, ohne jahrelang zu studieren.

Um dir den Einstieg zu erleichtern, sind hier sechs Elemente der Montessori-Philosophie, die jeder bei der Interaktion mit Kindern anwenden kann.

1. Respektiere dein Kind als Person

Wir respektieren unsere Älteren, wir respektieren unsere Partner, aber der Gedanke, Kinder zu respektieren, erscheint zunächst etwas seltsam. Schließlich sind sie noch neu auf dieser Welt! Aber das ist umso mehr ein Grund, Kindern im täglichen Miteinander Respekt entgegenzubringen.

Sie werden sich gehört fühlen, sie werden sich geliebt fühlen und sie werden lernen, andere durch dein Beispiel zu respektieren.

Beispiel: Wenn dein Kind deine Aufmerksamkeit möchte, du es aber bittest, einen Moment zu warten, stelle sicher, dass du dich ihm zuwendest, wenn du deine Aufgabe beendet hast. Sage: „Danke fürs Warten, womit kann ich dir helfen?“ Das zeigt ihnen, dass du respektierst, was sie zu sagen haben.

2. Fördere die Freiheit und Unabhängigkeit deines Kindes

6 Montessori-Erziehungsgewohnheiten, Die Man Jeden Tag Üben Kann

Wenn man sich sehr um ein Kind oder ein Familienmitglied kümmert, ist es schwierig zu sehen, wie es sich abmüht – wir wollen eingreifen, um zu helfen! Dies ist jedoch nicht immer hilfreich für den Lernprozess eines Kindes, sein Selbstvertrauen und seine intrinsische Motivation.

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Die meisten Materialien im Montessori-Klassenzimmer sind so konzipiert, dass Kinder sie unabhängig verwenden können, einschließlich der Küchen- und Badezimmerbereiche. Kinder lieben die Tatsache, dass sie die Kontrolle und Unabhängigkeit bei grundlegenden Aufgaben wie dem Händewaschen oder dem Toilettengang haben!

Suche zu Hause nach Bereichen, in denen du deinem Kind Freiraum lassen kannst. Vielleicht ein niedriges Snack-Regal für sich? Niedrigere Kleiderhaken, damit sie sie erreichen können?

Beispiel: Lass dein Kind sich selbst anziehen. Es kann länger dauern und die Kleidung passt möglicherweise nicht zusammen, aber am Ende lernen sie Feinmotorik, Schritt-für-Schritt-Logik und Entscheidungsfindung.

3. Gib ihnen Freiheit – innerhalb von Grenzen

Ein heikles Montessori-Konzept, Freiheit innerhalb der Grenzen bedeutet, dass dein Kind seine eigenen täglichen Aktivitäten basierend auf seinen Interessen führen kann.

Es ist jedoch wichtig, Grenzen zu setzen, da sie deinem Kind helfen zu verstehen, was akzeptabel ist und was nicht. Jede Aktivität, die sich selbst oder anderen schadet, wäre ein Beispiel dafür, wann man Grenzen setzen sollte.

Beispiel: Lass dein Kind im Park entscheiden, wie es spielen möchte. Setze dir ein paar Grenzen, bevor du gehst: „Es ist nicht in Ordnung (es ist unsicher), über den Zaun hinaus auf die stark befahrene Straße zu gehen.“

4. Mach langsam und gib ihnen Raum

Ein Element der Montessori-Philosophie, das du zu Hause anwenden kannst, ist, deinem Kind viel Zeit und Raum zum Erkunden zu geben.

Kinder haben eine andere innere Uhr als Erwachsene, und es kann schwierig sein, einen Schritt zurückzutreten, um das zu erkennen. Denke bei der Tagesplanung an dein Kind!

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Beispiel: Anstatt in die Bibliothek zu eilen, lass deinem Kind genug Zeit, um die Bücher in den Regalen zu erkunden oder der Bibliothekarin Fragen zu stellen.

5. Verwende große Worte – auch bei kleinen Kindern

Die Verwendung „großer Worte“ ist nicht ausschließlich ein Montessori-Konzept, sondern wird täglich im Unterricht umgesetzt.

Die meisten Erstbeobachter eines Klassenzimmers sind überrascht, wenn sie den Lehrer verkünden hören: „Ich sehe einige Trümmer auf dem Boden, die vor der Mittagspause aufgesammelt werden müssen!“

Du kannst zu Hause damit beginnen, neue Sprache zu integrieren. Kinder werden die Definition neuer Wörter durch kontextbezogene Hinweise aufgreifen oder dich fragen: „Was bedeutet das?“ Sehr bald wird dein Kind im Alltag eine reichhaltige und anschauliche Sprache verwenden.

Beispiel: Zensiere deine Sprache nicht. Wenn ein Feuerwehrauto wirklich groß ist, versuche es mit Worten wie „enorm“, „gigantisch“ oder „beeindruckend“ zu beschreiben.

6. Beobachte deine Kleinen immer

Schließlich ist hier eine Montessori-Erinnerung für Mütter und Väter, sich die Zeit zu nehmen, ihr Kind zu beobachten. Im Klassenzimmer verbringen Pädagogen viel Zeit damit, zu beobachten, wie Kinder mit den Materialien im Klassenzimmer und miteinander umgehen.

Diese Informationen geben dem Lehrer Einblicke in den einzigartigen und komplizierten Charakter jedes Kindes.

Beispiel: Beobachte dein Kind, wenn es alleine spielt. Beobachte, was ihnen wahre Freude bereitet, was sie frustriert oder wovon sie schnell müde werden. Richte deine Aktivitäten zu Hause nach den Vorlieben deines Kindes aus.

Während der Montessori-Lehrplan am besten einer Schulumgebung überlassen wird, bedeutet das nicht, dass du einige Elemente der Philosophie nicht zu Hause anwenden kannst.

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Indem du einige der oben genannten Tipps wie Respekt, Unabhängigkeit und Beobachtung anwendest, kannst du eine fürsorgliche und unterstützende Umgebung schaffen, die zum Glück der ganzen Familie beiträgt.