4 Strategien zur Reduzierung von Streitigkeiten mit neurodivergenten Kindern

4 Strategien zur Reduzierung von Streitigkeiten mit neurodivergenten Kindern

Kinder und Jugendliche mit ADHS haben oft Schwierigkeiten mit emotionaler Reaktivität und verbaler Impulskontrolle. Negative Gefühle und unangenehme Worte können sich in Sekundenschnelle intensivieren, so dass die Interaktion schnell in Feindseligkeit, Schreien und Tränen ausartet. Gespräche können sich schnell zu Streitigkeiten entwickeln und alle Familienmitglieder verärgern.

Diese Situationen können leicht umgekehrt werden, indem die Aufmerksamkeit aller Beteiligten auf den Tonfall gelenkt wird. Wenn Gespräche hitzig werden, kann eine Veränderung des Tonfalls (und eine Verringerung der Lautstärke) dazu beitragen, die Gemüter abzukühlen und Ruhe im Haushalt wiederherzustellen. Dies kann auch für neurotypische Kinder hilfreich sein.

Oftmals hören Kinder mit ADHS nicht wirklich, wie sie Dinge zu anderen Menschen sagen, und verstehen nicht vollständig, welche Auswirkungen ihre Äußerungen auf andere haben. Sie benötigen Hilfe, um zu lernen, langsamer zu werden und über das Gesagte nachzudenken.

Da sie in der Regel jedoch empfindlich auf Kritik reagieren, kann direktes Feedback häufig nach hinten losgehen.

Die Einführung des Konzepts des Tonfalls ermöglicht es Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter, selbst darüber nachzudenken, wie sie etwas anders sagen können, und ihnen selbständig Veränderungen in ihrer Ausdrucksweise zu finden.

Sie lernen gleichzeitig mehrere exekutive Funktionen: Emotionsregulation, persönliche Einsicht und Selbstkontrolle.

Hier sind vier Möglichkeiten, um die Intensität hitziger Gespräche mit ADHS-Teenagern zu reduzieren:

Verwende ruhige Worte und einen ruhigen Ton

4 Strategien Zur Reduzierung Von Streitigkeiten Mit Neurodivergenten Kindern

In einem ruhigen Moment erklärst du deinem ADHS-Sohn oder deiner ADHS-Tochter, dass manchmal Menschen Hilfe brauchen, um zu lernen, wie ihre Worte und ihr Tonfall andere beeinflussen.

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Zu diesem Zweck wirst du ihnen „Tonfall “ sagen, wenn du denkst, dass sie ihre Art zu sprechen ändern sollten, sowohl zu dir als auch untereinander.

Dann gibst du ihnen eine Minute oder zwei, um ihren Tonfall zu ändern und es noch einmal zu versuchen. Manchmal müssen wir alle einfach neu kalibrieren und etwas noch einmal machen.

Nimm eine Pause, um dich zu beruhigen

Wenn dein Kind oder Teenager es nicht schafft, seine Art zu sprechen zu ändern, kann es helfen, eine sofortige, zeitlich begrenzte Pause für persönlichen Raum einzulegen.

Diese Pause ermöglicht es allen, sich zu beruhigen und sich neu zu sammeln; es ist keine Strafe. Normalerweise reichen Pausen von 5-10 Minuten aus, aber manche Menschen benötigen möglicherweise mehr Zeit. Leg die Dauer der Pausen bereits bei dem ersten Gespräch fest.

Passe deine Worte an und bleib neutral

Wenn dein Sohn oder deine Tochter ihre Art zu sprechen ändert, indem sie die Lautstärke senken, ihre Worte von provokativ auf neutral umstellen oder ihre Einstellung ändern, ist es deine Aufgabe, auf ihre neuen Aussagen zu reagieren und voranzukommen.

Natürlich kannst du ihre Bemühungen würdigen, wenn das Gespräch vorbei ist, was ihnen positive Verstärkung bietet.

Überwache deinen eigenen Tonfall

Sei darauf vorbereitet, dass sie manchmal auch „T.O.V.“ bei dir einfordern, besonders wenn du schreist. Wie du darauf reagierst, ist entscheidend.

Versuche, deine Gefühle anzuerkennen, über dich selbst zu lachen oder zuzugeben, dass du es besser machen könntest. Das Ziel ist jedoch nicht, ständig „T.O.V.“ in deinem Haushalt zu rufen.