Jedes Kind verstehen – mit dieser einfachen 3 Wort Methode

Jedes Kind verstehen - mit dieser einfachen 3 Wort Methode

  • Wenn du mit Wut, Frustration oder Angst reagierst, wird das Problem nur eskalieren.
  • Übe Techniken zur Erdung, wie tiefes Atmen oder langsames Zählen bis zehn, bevor du auf intensive Momente reagierst.
  • Anstatt jeden Schritt vorzugeben, kannst du dein Kind mit Respekt und Empathie leiten.

Als Eltern kennen wir es alle: Ein Kind verhält sich herausfordernd, testet Grenzen oder macht die Dinge komplizierter als nötig. Ob Kleinkinder Wutanfälle haben, Teenager rebellieren oder sogar erwachsene Kinder Grenzen austesten – es ist leicht, sich überfordert zu fühlen.

Aber was, wenn der Umgang mit einem schwierigen Kind nicht so kompliziert sein müsste? Es gibt einfachen, praktischen Ansatz, der in jedem Alter funktioniert. Er lässt sich in drei Worten zusammenfassen: ruhig, bestimmt und nicht kontrollierend.

Ruhig bleiben

Der erste Schritt ist, ruhig zu bleiben, wenn ein Kind verärgert ist oder sich danebenbenimmt. Leichter gesagt als getan, oder?

Doch dein emotionaler Zustand beeinflusst direkt, wie du die Situation bewältigst. Wenn du mit Wut, Frustration oder Angst reagierst, eskaliert das Problem nur weiter.

Bleibst du hingegen ruhig, schaffst du Raum für eine rationale Kommunikation – besonders wichtig im Umgang mit herausforderndem Verhalten.

Beispiel: Dein Kind weigert sich, sein Zimmer aufzuräumen – und das schon zum fünften Mal in dieser Woche.

Anstatt laut zu werden, atme tief durch und sage ruhig: „Ich sehe, dass du frustriert bist, aber wir hatten abgemacht, dass du jetzt aufräumst. Lass es uns gemeinsam machen oder ich gebe dir ein paar Minuten zum Durchatmen, bevor wir anfangen.“

Tipp für Eltern: Übe Entspannungstechniken wie tiefes Atmen oder zähle bis zehn, bevor du in stressigen Momenten reagierst. Das hilft dir, ruhig zu bleiben und ein positives Vorbild für dein Kind zu sein.

Bestimmt bleiben

Der zentrale Bestandteil dieser Methode ist Bestimmtheit. Das bedeutet nicht, hart oder unnachgiebig zu sein, sondern klare, konsequente Grenzen zu setzen.

Wenn du bestimmt bist, zeigst du, dass bestimmte Verhaltensweisen nicht verhandelbar sind – und das ohne Schreien oder Drohungen. Bestimmtheit vermittelt Selbstsicherheit und Klarheit, was Kindern hilft, sich sicher zu fühlen, weil sie wissen, was von ihnen erwartet wird.

Beispiel: Dein 6-jähriges Kind bekommt im Laden einen Wutanfall, weil es ein Spielzeug haben möchte. Anstatt nachzugeben oder das Verhalten zu ignorieren, sagst du ruhig, aber bestimmt: „Ich verstehe, dass du das Spielzeug möchtest, aber heute kaufen wir es nicht. Wir können zu Hause darüber sprechen.“

Tipp für Eltern: Konsequenz ist entscheidend! Wenn du heute bestimmt bleibst, aber morgen nachgibst, wird dein Kind verwirrt sein. Halte an deinen Entscheidungen fest, auch wenn es im Moment unangenehm ist.

Jedes Kind Verstehen – Mit Dieser Einfachen 3 Wort Methode(1)

Nicht kontrollierend handeln

Der letzte Baustein dieser Methode ist, nicht kontrollierend zu sein. Dies ist einer der am meisten missverstandenen Aspekte der Erziehung.

Nicht kontrollierend zu sein bedeutet, dem Kind Wahlmöglichkeiten zu geben und ihm das Gefühl zu vermitteln, dass es selbst Entscheidungen treffen kann – auch wenn du klare Grenzen setzt. Anstatt jedes Detail vorzuschreiben, kannst du dein Kind mit Respekt und Empathie lenken.

Beispiel: Dein Teenager weigert sich, die Hausaufgaben zu machen, obwohl sie wichtig sind.

Anstatt zu befehlen: „Mach sofort deine Hausaufgaben!“, könntest du sagen: „Meinst du nicht, dass du dich besser fühlst, wenn sie erledigt sind? Möchtest du lieber mit Mathe oder mit Naturwissenschaften anfangen?“ Dadurch gibst du ihm etwas Autonomie, während die Regel dennoch durchgesetzt wird.

Tipp für Eltern: Lass dein Kind Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen. Indem du es ermutigst, selbst zu wählen, förderst du seine Selbstkontrolle und reduzierst Widerstand.

Das große Ganze

Die Methode „ruhig, bestimmt und nicht kontrollierend“ ist einfach, aber äußerst wirkungsvoll.

Indem du schwierige Situationen mit Gelassenheit, klaren Grenzen und einer nicht kontrollierenden Haltung angehst, kannst du Konflikte reduzieren und eine kooperative Beziehung zu deinem Kind aufbauen.

Durch die Anwendung dieser Prinzipien kannst du oft schon innerhalb von zehn Tagen eine spürbare Veränderung im Verhalten deines Kindes feststellen – manchmal sogar noch früher.

Denke daran: Den Umgang mit herausforderndem Verhalten zu meistern, bedeutet nicht, alles perfekt zu machen – es geht um Fortschritt. Mit Geduld und Konsequenz kannst du schwierige Situationen selbstbewusst und gelassen meistern.